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1. Deutsch-französisches Märchenfestival

Wo Märchen erzählt werden, lachen und bangen die Menschen miteinander, sie interessieren sich füreinander und kommen sich näher. So wollen wir es auch mit unseren französischen Nachbarn halten. Unter der Schirmherrschaft des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und seinem elsässischen Kollegen, dem Ratspräsidenten Philippe Richert, veranstaltet MÄRCHENLAND - Deutsches Zentrum für Märchenkultur erstmal ein „Deutsch-Französisches Märchenfestival“in Baden-Württemberg und im Elsass. Bei diesem Vorhaben profitiert „MÄRCHENLAND von seiner mittlerweile 25-jährigen Erfahrung bei der Organisation der „Berliner Märchentage“.

Anlässlich des vor 50 Jahren im Élysée-Palast unterzeichneten binationalen Freundschaftsvertrages werden vom 12. bis 21. Mai 2014 beiderseits des Rheins Märchen vorgetragen, es wird musiziert, getanzt und gespielt - in Kindertagesstätten und Schulen, in Museen und Bibliotheken, in Rathäusern und Unternehme. Deutsche und französische Märchenerzähler zeigen ihre kunstvollen Darbietungen, Politiker und Prominente beider Nationen lesen Märchen vor, erfolgreiche Unternehmer berichten in einer „Märwertstunde“, welche Märchen sie bei ihren wirtschaftlichen Entscheidungen leiten.

Die kleinen und großen Zuhörer können sich auf Bekanntes freuen, aber sie lernen auch ihnen weniger vertraute Märchen unserer Nachbarn kennen. Dabei stoßen sie auf regionale und kulturelle Besonderheiten und werden feststellen, dass es mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede gibt. Denn mögen manche Märchen auf den ersten Blick auch fremd wirken, sie alle beschäftigen sich mit denselben essentiellen Themen: Der Suche nach der ewigen Liebe, der Angst vor Krankheit und Tod, dem Wunsch nach Glück und Wohlstand.

So bilden die Märchenstunden in vielerlei Hinsicht: Sie vermitteln die deutsche und französische Sprache, unterweisen in Geschichte und Kultur, in Kunst und Ethik. Außerdem regen sie die Phantasie und Kreativität an, womit sie einen Gegenpol zu unserer globalisierten, zunehmend einheitlichen Medien- und Konsumwelt darstellen.


Gemeinsame Wurzeln

Jeder kennt die „Kinder und Hausmärchen“ der Brüder Grimm, die seit 2005 zum Weltdokumentenerbe der UNESCO gehören. Doch als Jakob und Wilhelm Grimm sich vor 200 Jahren bei etlichen ihrer Bekannten nach Geschichten erkundigten, wurden ihnen auch viele mit französischen Einflüssen überbracht. Zum Beispiel trüge „Der Gestiefelte Kater“ keine Schuhe, wenn ihm diese nicht zuvor von dem Märchensammler Charles Perrault angezogen worden wären. Auch „Aschenputtel“, „Dornröschen“ und „Rotkäppchen“ erzählte man sich zuerst in unserem Nachbarland, bevor sie in Deutschland populär wurden.

Gemeinsame Freunde

Zehn Tage lang findet das 1. „Deutsch-Französische Märchenfestival in Baden-Württemberg und im Elsass“ statt. Schulklassen aus den Regionen diesseits und jenseits des Rheins werden einander auf den Veranstaltungen treffen, wo sie - eingekuschelt in unsere Märchenkissen - den deutschen und französischen Erzählern lauschen. So lernen die Kinder etwas über Kultur und Sprache der jeweils anderen Nation. Und weil sie Nachbarn sind, können sie ihre Freundschaften später nicht nur via Facebook pflegen, sondern sich auch gegenseitig besuchen.

Gemeinsame Region

Das Märchenfestival steht unter der Schirmherrschaft von Winfried Kretschmann, dem Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg sowie seines französischen Kollegen, dem elsässischen Ratspräsidenten Philippe Richert Des Weiteren fördert uns die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Deutsch-Französische Jugendwerk, die Médiathèque Sud de Strasbourg, das Stadtmuseum Neckarsulm sowie das Stuttgarter Institut Français. Weitere Kooperationspartner aus der deutschen und französischen Rheinregion wie Ministerien, Rathäuser, Museen, Bibliotheken, Konzertsäle sowie private Unternehmen werden das Festival als Veranstaltungsort und mit eigenen, thematisch passenden Beiträgen unterstützen. Gemeinsam wollen wir die Region über das Thema Märchen nachhaltig miteinander vernetzen.